Philosophie / Grundsätze

Informationen für den Nachsucheführer

  • WANN wurde geschossen?
  • WAS wurde beschossen (Tierart, Grösse)?
  • WOMIT wurde geschossen (Kaliber, Geschoss)?
  • WO war der Standort, Anschuss (markieren)?
  • WIE zeichnete das Stück im Schuss, danach?
  • WELCHE Pirschzeichen wurden gefunden?
  • TREFFPUNKT für Beginn der Nachsuche

Verfügbarkeit

Durch meine berufliche und private Situation habe ich persönlich eine hohe Verfügbarkeit um Nachsuchen zeitnah ausführen zu können. Selbstverständlich gibt es auch bei mir Momente, an welchen ich nicht kurzfristig abkömmlich bin.

Da ich in Kontakt zu verschiedenen qualifizierten Nachsuchengespannen bin, versuche ich in solchen Situationen ein Ersatzgespann zu organisieren.

 

Zuverlässigkeit / Verschwiegenheit

Angenommene Nachsucheaufträge werden zuverlässig und mit der nötigen Sorgfalt ausgeführt.

Verschwiegenheit ist für mich in dieser Funktion eine Selbstverständlichkeit. Über bei einer Nachsuche gemachte Erkenntnisse haben keine Drittpersonen etwas zu erfahren. Nachsuchenberichte und Statistiken werden nur in anonymisierter Form an die zuständigen Stellen weitergegeben.

Es ist absolut keine Schande eine Nachsuche zu verursachen. Denn auch gut angebrachte Schüsse können, vor allem bei Schwarzwild, mit langen Nachsuchen enden. Eine Schande ist jedoch, wenn sich ein Jäger aus der Verantwortung gegenüber dem ihm anvertrauten Geschöpf stehlen will, indem er einen Fehlschuss verheimlicht und das Tier dafür leiden muss.

 

Finderwille / weitere Gespanne

„Gesucht wird, solange der Hund will und der Führer kann“

Solange die geringste Möglichkeit besteht zum Erfolg zu kommen wird weiter gesucht. Sollten wir bei einer Nachsuche an unsere Grenzen stossen, zögere ich nicht, ein weiteres Gespann als Unterstützung beizuziehen.

 

Nachsuche ist keine NACHTsuche

Eine Nachsuche ist keine Nachtsuche. Vor allem bei werhaftem Wild (insbesondere Schwarzwild) sowie bei einer allfälligen Hetze ist die Verletzungsgefahr für Hund und Führer in der Nacht viel zu hoch. Ausserdem können im Taschenlampenlicht wichtige Pirschzeichen übersehen, falsch gedeutet oder verschleppt bzw. vertrampelt werden. Nur bei Pirschzeichen, die am Anschuss mit absoluter Sicherheit auf eine Todsuche schließen lassen, ist ein Beginnen der Nachsuche bei Nacht ausnahmsweise denkbar. In allen anderen Fällen beginnt die Nachsuche bei Tageslicht am Folgetag! Ein Anruf beim Nachsucheführer in der Nacht ist aber gleichwohl sinnvoll, damit die Nachsuche auf den nächsten Tag bei Tagesanbruch geplant und organisiert werden kann.

 

Kosten

Schweisshundearbeit ist passioniert ausgeübte Jagd, sie ist deswegen nicht bezahlbar, auch wenn Führer und Hund oft ein hohes Risiko eingehen. Getreu diesem Grundsatz der Emkendorfer Beschlüsse für die Schweissarbeit entstehen dem "Verursacher" einer Nachsuche keine Kosten. Jeder Schweisshundeführer weiss es aber zu schätzen, wenn die ehrenamtliche Arbeit von ihm und seinem treuen Gefährten Anerkennung findet.

 

Checklisten/Merkblätter